Ölpreise schwächer - Saudi-Arabien will Überangebot auszugleichen

Investing.com - Die Ölpreise waren am Freitagmorgen in Asien schwächer. Die Marktteilnehmer haben Bedenken wegen einer globalen Ölschwemme in Verbindung mit einer schwächeren Konjunktur.

In New York gehandelte WTI Rohöl-Futures zur Januar Lieferung fielen um 1,45 Prozent auf 53,94 Dollar pro Barrel.  Unterdessen gaben auch Brent Oil Futures, der Maßstab für die Ölpreise außerhalb der USA, um 0,1 Prozent auf 62,5 Dollar nach. 

Saudi-Arabien hat sich verpflichtet, die Sorgen des Marktes zu verringern. Man treibt die Reduzierung der Ölproduktion innerhalb der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und der breiteren Gruppe OPEC+, zu der insgesamt 24 Ölproduzenten gehören, voran. Saudi-Arabiens Energieminister Khalid al-Falih teilte am Donnerstag mit, dass angesichts der schwachen Nachfrage nach Öl im Januar, das Königreich entsprechend reagieren wird, so Reuters.

Ein Teil des Problems ist, dass die USA mehrere Ausnahmen gegen die Iran Sanktionen gebilligt haben. Diese Ausnahmeregelungen bedeuten, dass weiterhin viel iranisches Öl in den Markt fließt.

'So wäre die Nachfrage nach Öl aus Saudi-Arabien im Januar niedriger.... Wir können kein Öl verkaufen, das die Kunden nicht brauchen', sagte Falih gegnüber Reportern.

Das Königreich erwägt die Ölförderung um bis zu 1,4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zu reduzieren. Die Ölproduzenten treffen sich am 6. Dezember in Wien, um eine Entscheidung über die Ölförderung für die nächsten sechs Monate zu treffen.

Die Kommentare erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Mittwoch bei Twitter Saudi-Arabien für die Senkung der Ölpreise gedankt hatte.

Unterdessen senkte JP Morgan seine Prognose für die Rohölpreise der Sorte Brent für das nächste Jahr von 83,5 auf 73 Dollar pro Barrel und für 2020 auf 64 Dollar. Basierend auf einem Anstieg des nordamerikanischen Angebots in der zweiten Jahreshälfte 2019, so JP Morgan's Vorsitzender der Asia-Pacific Oil and Gas, Scott Darling, gegenüber CNBC am Donnerstag.

'Die US-Politik hat eine Rolle gespielt.... (aber) die Preise werden immer noch von Angebot und Nachfrage getrieben', sagte Darling.

Russland hat einen noch düstereren Ausblick für den Ölpreis abgegeben. Die russische Nachrichtenagentur Tass zitierte den Wirtschaftsentwicklungsminister des Landes, Maksim Oreshkin. Dieser erwartet, dass der Ölpreis von 2025 bis 2030 auf 50 US-Dollar pro Barrel sinken und lange Zeit auf diesem Niveau verharren wird.

'Der erste Trend ist mit der Dynamik am Rohstoffmarkt verbunden. Wir erwarten einen deutlichen Rückgang und langfristig ein eher niedriges Preisniveau für die wichtigsten Rohstoffe', sagte er.

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