Ölpreise geben nach stärker als erwarteten Lageraufbau nach

Investing.com - Die Ölpreise rutschten am Mittwoch ab. Sie erweiterten ihre Verluste vom Oktober. Das American Petroleum Institute (API) berichtete über einen größeren Anstieg der Rohöllagerbestände als erwartet wurde.

In New York gehandelte West Texas Intermediate Rohöl Futures zur Lieferung im November fielen um 0,6 Prozent auf 61,87 Dollar pro Barrel. Unterdessen sanken auch Nordsee Brent Rohöl Futures, der Maßstab für die Ölpreise außerhalb der USA, zur Lieferung im Dezember, um 0,2 Prozent auf 72,00 Dollar pro Barrel.

Das API sagte, dass die US-Rohölvorräte letzte Woche um 7.83 Mio Barrel anstiegen, was den größten Zuwachs seit fünf Wochen darstellt. Dem gegenüber steht laut Bloomberg ein durchschnittlicher Zuwachs von 2 Mio. Barrel.

'Wenn die EIA (Energy Information Administration) diesen Zuwachs bestätigt, könnte dies sicherlich zu weiteren Preisschwächen führen', sagte Kyle Cooper, Forschungsdirektor bei IAF Advisors. 'Das würde bedeuten, dass wir den Boden noch nicht gesehen haben.'

Der Ölpreis stand diese Woche unter Druck, nachdem Washington erneut Sanktionen gegen die Ölexporte des Iran verhängte. Allerdings gewährten die USA acht Importeuren, darunter China, Indien, Südkorea, Japan, Italien, Griechenland, Taiwan und die Türkei, Ausnahmeregelungen. Somit können diese Länder weiterhin 'vorübergehend' Öl aus der Islamischen Republik kaufen.

Die US-Halbzeitwahlen standen in Asien im Mittelpunkt, da mehrere Netzwerke wie Fox, NBC, CNN und FiveThirtyEight sagten, dass die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus gewonnen hätten und damit den Kongress spalteten. Dies war weithin erwartet worden.

Von den Republikanern wurde erwartet, dass sie ihre Mehrheit im Senat behalten.

'Wenn der Kongress gespalten ist, wobei die Demokraten das Unterhaus und die Republikaner im Senat kontrollieren, besteht die Aussicht auf einen legislativen Stillstand. Dies wird es schwierig machen Entscheidungen, wie die Steuersenkung für die Mittelklasse, zu verabschieden. Das wiederum ist negativ für den US-Dollar', sagte Kathy Lien, Währungsstrategin bei BK Asset Management.

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