Ölpreise erholen sich um 1% nach Einbruch am Freitag

Investing.com - Die Ölpreise haben sich am Montag im Asienhandel erholt, nachdem sie am letzten Freitag um 8% eingebrochen waren, da es am Markt Sorgen gibt, dass eine exzessive Produktion und eine Abschwächung der Nachfrage im nächsten Jahr ein Überangebot schaffen könnten.

Futures auf die US-Ölsorte WTI für Januar lagen an der New York Mercantile Exchange gegen 06:33 MEZ um 1% höher auf 50,92 USD das Fass, während Ölfutures auf Brent für Februar ebenfalls zulegten und an der Londoner Intercontinental Exchange um 1,3% höher zu 59,82 USD das Fass gehandelt wurden. 

Die Gewinne konnten jedoch kaum die Verluste vom Freitag kompensieren, als der US-Benchmark seinen schlimmsten Tag in rund drei Jahren erlebte, da es Anzeichen auf ein Anschwellen der globalen Ölvorräte gibt. Brent verlor über die Woche rund 12%. WTI hatte bei seinem Tief vom Freitag gegenüber dem Hoch vom 3. Oktober 34% an Wert eingebüßt, während der Preis von Brent um 32% abgesackt ist.

Die Ölminister der Organisation Erdölexportierender Länder (Petroleum Exporting Countries, OPEC) treffen sich am 6. Dezember in Wien, um die Produktionsmenge für die nächsten sechs Monate zu entscheiden.

Vertreter der OPEC haben sich in letzter Zeit immer häufiger öffentlich geäußert, dass das Kartell und seine Partnerländer in 2019 weniger Öl an den Markt bringen werden, um das Angebot zu verknappen und die Preise zu stützen.

Saudi-Arabien, das de facto Führungsland der OPEC will, dass das Kartell die Produktion um rund 1 Mio Fass am Tag (barrels per day, bpd) zurücknimmt, suggerieren jüngste Berichte.

'2018 markiert ein klares Ende des 10 Jahre dauernden asiatischen Kreditwachstums, wegen des strafferen Finanzumfelds in Asien (besonders China), und wir erwarten, dass dies auch in 2019 weiter der Fall sein wird,' sagte Morgan Stanley (NYSE:MS) in einer Mitteilung vom Sonntag.

'Wir denken nicht, dass wir den Boden des Zyklus schon erreicht haben,' sagte US-amerikanische Bank.

Die Ölmärkte wurden auch von der Stärke des US-Dollars belastet, der seit Ende Oktober auf dem Weg nach oben ist.

Die amerikanische Währung ist stärker geworden, da steigende Zinssätze Investorengelder aus anderen Wertanlagen wie Öl angezogen haben, die als riskanter als der Dollar angesehen werden.

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