Ölpreise - Der Ausblick auf die Woche vom 3. bis 7. Dezember

Investing.com - In der anstehenden Woche werden die Ölhändler vor allem das mit Spannung erwartete Treffen der Organisation Erdölexportierender Länder (Organization of Petroleum Exporting Countries, OPEC) im Auge behalten, dass am Donnerstag und Freitag in Wien stattfinden wird.

Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die großen Produzenten, angeführt von Saudi-Arabien und Russland, sich auf eine wie auch immer geartete Produktionssenkung einigen werden, um ein globales Überangebot zu verhindern und die Preise zu stützen.

Der Beratungsausschuss der OPEC empfahl eine Verminderung der Ölförderung um 1,3 Mio Fass am Tag (barrels per day, bpd) gegenüber dem Niveau vom letzten Monat.

Die Ölpreise beendeten den Handel am Freitag tiefer, als Öl im November seinen schlimmsten Monatsverlust in mehr als einem Jahrzehnt erlitt, da voller werdende Öllager die Stimmung sinken ließen.

Rohöl der Sorte US West Texas Intermediate verbilligte sich um 52 US-Cent oder 1% und ging an der New York Mercantile Exchange am Freitag zu 50,93 USD das Fass aus dem Handel. Am Donnerstag hatte sein Preis mit 49,41 USD seinen niedrigsten Stand in 14 Monaten erreicht

Über die Woche verteuerte sich WTI um rund 1%.

Unterdessen sank der Referenzkurs des internationalen Benchmarks Brent für Februar an der ICE Futures Europe Exchange in London um 45 US-Cent oder rund 0,75% auf 59,46 USD das Fass.

Für die gesamte Woche fiel damit ein Verlust von etwa 0,2% an.

WTI und Brent haben beide ihre größten prozentualen Monatsverluste seit etwa einem Jahrzehnt erlitten und im November rund 22% eingebüßt, da eine stark wachsende Produktion und das Schreckgespenst einer stockenden Nachfrage die Investoren verschreckt haben.

Neben der OPEC gibt es neue wöchentliche Zahlen zu den kommerziellen US-Lagerbeständen an Rohöl, die die Aufmerksamkeit des Marktes für sich beanspruchen dürften, da sie helfen die Stärke der Nachfrage im größten Verbraucherland für Öl einzuschätzen und zu sehen, wie schnell die Fördermenge zunimmt.

Die US-Energieinformationsbehörde berichtete letzte Woche, dass die heimischen Lagerbestände um 3,6 Mio Fass angestiegen sind. Es war die zehnte wöchentliche Zunahme in Folge, während die US-Ölförderung auf ihrem Rekordniveau von 11,7 Mio bpd geblieben ist.

Der Energiedienstleister Baker Hughes meldete am Freitag, dass die Anzahl der sich in Betrieb befindenden Bohrplattformen in den USA um 2 auf 887 gestiegen ist.

Vor Beginn der kommenden Woche hat Investing.com eine Liste der wichtigsten Ereignisse zusammengestellt, die den Ölmarkt beeinflussen könnten.

Dienstag, der 4. Dezember

Das American Petroleum Institute, veröffentlicht seine wöchentliche Aktualisierung zu den US-Ölvorräten.

Mittwoch, der 5. Dezember

Die US-Energieinformationsbehörde veröffentlicht ihren allwöchentlichen Bericht zu den Lagerbeständen an Öl und Benzin.

Donnerstag, der 6. Dezember

Die Ölminister aus den OPEC-Mitgliedsstaaten, Russlands und anderer großer Produzenten werden in Wien die Förderpolitik für die nächsten sechs Monate entscheiden.

Freitag, der 7. Dezember

Baker Hughes gibt seine wöchentlichen Daten zu den sich in Betrieb befindlichen Bohrplattformen in den USA heraus.


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