Ölpreise - Der Ausblick auf die Woche vom 10. bis 14. Dezember

Investing.com - Die Ölhändler werden wahrscheinlich auch in der kommenden Woche das globale Ölangebot im Auge behalten, nachdem die Mitgliedsstaaten der Organisation Erdölexportierender Länder (Organization of the Petroleum Exporting Countries, OPEC) und ihre Verbündeten sich geeinigt hatten, ab Januar die Förderung einzuschränken.

Die OPEC hatte am Freitag angekündigt, dass sie die Gesamtproduktion ihrer Mitglieder in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 um 1,2 Mio Fass am Tag (barrels per day, bpd) verringern will, um ein globales Überangebot abzuwenden und die Preise zu stützen.

Das Erzeugerkartell wird die Förderung gegenüber dem Niveau vom Oktober um 0,8 Mio bpd einschränken, während die Verbündeten von außerhalb der OPEC zusätzliche 0,4 Mio bpd beitragen wollen. Die Maßnahmen sollen bei einem Treffen im April erneut geprüft werden.

Die Ölfutures machten am Freitag als Reaktion auf die neue Vereinbarung einen starken Satz nach oben.

Rohöl der Sorte US West Texas Intermediate schnellte um 1,12 USD oder rund 2,2% in die Höhe und beendete den Handel an der New York Mercantile Exchange am Freitag zu 52,61 USD das Fass.

Über die Woche verteuerte sich WTI um rund 3,3%.

Unterdessen schoss der Referenzkurs des internationalen Benchmarks Brent für Februar an der ICE (NYSE:ICE) Futures Exchange in London um 1,61 USD oder fast 2,7% auf zu Handelsende 61,67 USD das Fass.

Über die Woche gewann er rund 5% hinzu.

Öl war in den letzten Wochen unter die Räder gekommen und seine Preise hatten gegenüber ihren Höchstständen von Anfang Oktober mehr als 30% eingebüßt, da voller werdende globale Lager auf die Stimmung drückten.

Neben der OPEC gibt es neue wöchentliche Zahlen zu den kommerziellen US-Lagerbeständen an Rohöl, die die Aufmerksamkeit des Marktes für sich beanspruchen dürften, da sie helfen die Stärke der Nachfrage im größten Verbraucherland für Öl einzuschätzen und zu sehen, wie schnell die Fördermenge zunimmt.

Die US-Energieinformationsbehörde berichtete letzte Woche, dass die heimischen Lagerbestände um 7,3 Mio Fass gefallen sind. Es war die erste wöchentliche Abnahme in 11 Wochen.

Der Energiedienstleister Baker Hughes meldete am Freitag, dass die Anzahl der sich in Betrieb befindenden Bohrplattformen in den USA um 10 auf 877 gefallen ist.

Die Marktteilnehmer werden unterdessen auch die Monatsberichte der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA) aus der kommenden Woche im Auge behalten, um das globale Angebot und die Nachfrage abschätzen zu können.

Vor Beginn der kommenden Woche hat Investing.com eine Liste der wichtigsten Ereignisse zusammengestellt, die die Ölmärkte beeinflussen könnten.

Dienstag, der 11. Dezember

Das American Petroleum Institute veröffentlicht seinen Wochenreport zu den Ölvorräten.

Mittwoch, der 12. Dezember

Die OPEC gibt ihren Monatsbericht zu den globalen Ölmärkten heraus.

Später gibt es dann den wöchentlichen Report zu den US-Ölvorräten von der EIA.

Donnerstag, der 13. Dezember

Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlicht ihren Monatsbericht zum weltweiten Angebot und Nachfrage von Öl.

Freitag, der 14. Dezember

Baker Hughes veröffentlicht seine wöchentlichen Daten zu den sich in den USA in Betrieb befindlichen Bohrplattformen.


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