MarketPulse Europa: Ausverkauf bei britischen Banken wegen Brexit-Drama

Investing.com - Der europäische Finanzsektor gehörte am Donnerstag zu den schwächsten Sektoren. Die Aktien britischer Banken brachen nach dem Rücktritt des britischen Brexit-Ministers, Dominic Raab, ein.

Der Rücktritt eines solch hochrangigen Ministers treibt das Vereinigte Königreich in eine politische Krise. Und das, gerade als Premierministerin Theresa May versuchte, Unterstützung für einen Brexit-Deal zu gewinnen, von dem ihre Gegner gewarnt haben, dass er May's Untergang sein könnte.

Der europäische Bankenindex (SX7P) sank um rund 1,6 Prozent und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit dem 31. Oktober.

In London stürzte die Royal Bank of Scotland (LON:RBS) um mehr als 7 Prozent ab. Damit verzeichnete sie den schlechtesten Tag seit der Brexit-Abstimmung am 27. Juni 2016. Die Aktien der Lloyds Banking Group (LON:LLOY) sanken um 5,9 Prozent, während Barclays (LON:BARC) um rund 4,5 Prozent zurückging.

Italienische Kreditgeber standen ebenfalls unter Druck, weil sie besorgt waren, wie Beamte der Europäischen Union auf den jüngsten Haushaltsvorschlag Roms reagieren würden. Brüssel ist besorgt über die Auswirkungen der hohen Ausgaben auf die hohe Verschuldung Italiens. Man hatte Rom aufgefordert, den Haushalt zu überarbeiten oder die Italiener müssen mit möglichen Geldbußen zu rechnen.

Die Aktien von Banco Bpm SpA (MI:BAMI) verloren 1,6 Prozent und die UBI Banca SpA (MI:UBI) 1,5 Prozent.

Im übrigen Kontinent sank die Aktie der Deutschen Bank (DE:DBKGn) in Frankfurt um 1,3 Prozent, während die BNP Paribas (PA:BNPP) in Paris um 1,2 Prozent nachgab.

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