Im Visier der Staatsanwaltschaft: Deutsche Bank stolpert über Panama Papers

Investing.com - Die Deutsche Bank gerät erneut in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Zur Stunde durchsucht ein Großaufgebot von Polizeikräften die Geschäftsräume des deutschen Bankhauses.

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche wird die Zentrale in Frankfurt durchsucht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Aktie der Deutschen Bank AG NA O.N. (DE:DBKGn) geriet daraufhin unter Beschuss und verlor mehr als 3 Prozent auf 8,30 Euro.

Zwei Bankmitarbeiter im Alter von 46 und 50 Jahren sowie andere Verantwortliche des Unternehmens gelten nach Aussage der Staatsanwaltschaft als Verdächtige in dem Fall. Die Deutsche Bank war laut Bloomberg für eine sofortige Stellungnahme nicht zu haben.

Die Recherchen zu den Panama Papers zeigten, dass die Deutsche Bank ihren Kunden bei der Gründung von Off-Shore-Gesellschaften geholfen haben soll, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter.

Die Deutsche Bank habe es offenbar versäumt, den Verdacht auf Geldwäsche zu melden, wenn kriminell erworbene Gelder auf Konten bei der Bank überwiesen wurden, hieß es weiter. Über eine zum Konzern gehörende Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln sollen allein im Jahr 2016 über 900 Kunden mit einem Geschäftsvolumen von 311 Millionen Euro betreut worden sein, berichtete Reuters.

Nutznießer der Offshore-Dienste waren damals amtierende Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker und große internationale Finanzinstitute.

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