Goldpreise steigen - Fed in der Nähe der neutralen Rate

Investing.com - Der Goldpreis legte am Mittwochmorgen in Asien zu. Es existieren Anzeichen, dass die US-Notenbank die Zinsen in den nächsten zwei Jahren senken könnte.

Die Gold Futures zur Lieferung im Februar kletterten um 0,18 Prozent auf 1.250,55 Dollar. Der U.S. Dollar Index, der die Stärke des Dollar gegenüber seinem Korb von sechs Währungen abbildet, sank um 0,01 Prozent auf 97,38.

Die Silber-Futures zur Lieferung im März legten um 0,42 Prozent auf 14,713 Dollar zu.

'Wir sind in einer Situation, in der die US-Notenbank signalisiert, dass man sehr nahe an der Neutralität sein könnte. Dies könnte nur noch wenige Zinserhöhungen bedeuten', sagte Bart Melek, Leiter Rohstoffe bei TD Securities gegenüber Reuters.

'In den letzten Wochen haben mehrere Redner der Fed, darunter der Vorsitzende Jerome Powell, den Markt wissen lassen, dass man sich die Daten vor der Entscheidung über die zukünftige Geldpolitik ansehen werde... Der Markt interpretiert dies so, als könnte die Fed die Zinsen in den kommenden Jahren senken', sagte er. (Quelle)

Die Gouverneurin der US-Notenbank, Lael Brainard, sagte am vergangenen Freitag, dass die Risiken in Übersee und auf den Märkten für Unternehmensanleihen zunehmen. Sie sagte, dass die Zinserhöhungen 'gut gedient haben, indem sie uns Zeit gegeben hat, die Auswirkungen der Geldpolitik im weiteren Verlauf zu beurteilen'. Jedoch auch: 'der geldpolitische Weg wird zunehmend davon abhängen, wie sich die Aussichten entwickeln', so Reuters. (Quelle)

Geringere Erwartungen an die Zinserhöhung verschieben in der Regel die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen wie dem Edelmetall Gold in den US-Dollar oder andere Aktien. Die bullischen Goldmärkte könnten allerdings von einem düstereren Ausblick auf eine Verlangsamung des Weltmarkts im nächsten Jahr beeinflusst werden.

UBS und die Bank of America Merrill Lynch (NYSE:BAC) veröffentlichten letzte Woche Prognoseberichte über die Märkte für das Jahr 2019, und beide Banken prognostizieren ein langsameres Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent.

'Wir gehen davon aus, dass das Wachstum in den USA durch nachlassende fiskalische Impulse und höhere Zinsen gebremst wird. In der Eurozone wird die solide Inlandsnachfrage nicht ausreichen, um das geringere Exportwachstum auszugleichen. China steht unterdessen doppelt unter Druck, durch US-Zölle sowie das wirtschaftliche Gleichgewicht', hießt es im Bericht der UBS. (Quelle)

Die Bank of America Merrill Lynch prognostizierte, dass Rohstoffe im nächsten Jahr bullisch sein werden.

'Es wird erwartet, dass das Ergebniswachstum im nächsten Jahr deutlich zurückgehen wird, von über 15 Prozent auf weniger als 5 Prozent im Jahresvergleich. Das Team ist bearisch für Aktien, Anleihen und den US-Dollar; bullisch im Bezug Rohstoffe; und long was Volatilität angeht', schrieb die US-Großbank in ihrem Bericht. (Quelle)

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