Goldpreis schnellt um 1% auf 3-Monatshoch

Investing.com - Der Goldpreis schnellte am Montag um rund 1% nach oben und erreichte sein höchstes Niveau in drei Monaten, als eine Kombination aus Sorgen über steigende Renditen von US-Anleihen und die Folgen von Handelskonflikten im Verbund mit geopolitischen Risiken und einem schwächeren Dollar zu Käufen des Edelmetalls führten.

Goldfutures mit Fälligkeit im Dezember lagen an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange 13,00 USD oder 1,06% höher auf 1.234,90 USD die Feinunze, nachdem sie zuvor auf bis zu 1.236,90 USD, ihrem höchsten Niveau Mitte Juli.

Gold hatte sich letzte Woche um rund 1,4% verteuerte, obwohl sein Preis am Freitag nachgab, womit es seinen zweiten wöchentlichen Preisanstieg in Folge verbuchen konnte.

Die sicherheitsorientierte Nachfrage nach Gold wurde von schweren Rückgängen an den großen Aktienmärkten angefacht, als Investoren als riskant angesehene Werte abstießen.

Die globalen Aktienmärkte konnten am Montag nicht weiter steigen, trotz den Gewinnen an der Wall Street am Freitag, nachdem es letzte Woche zu einem schweren Ausverkauf gekommen war, ausgelöst durch Sorgen über steigen US-Anleihezinsen und Befürchtungen, dass Handelskriege sich zu einer Bremse für die Weltkonjunktur entwickeln könnten.

Die Renditen auf US-Staatsanleihen begannen in diesem Monat ihren Anstieg, inmitten von Erwartungen, dass die Federal Reserve bei ihren Zinsanhebungen einen Gang hochschalten werde, da der Ausblick für die US-Wirtschaft stark bleibt.

Erhöhte politische Risiken durch den Brexit, dem Streit über das italienische Staatsbudget und die wachsenden diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Saudi-Arabien und dem Westen wegen des Verschwindens eines Journalisten, haben zusätzlich die Stimmung am Markt belastet.

Gold bekam von der Dollarschwäche weiteren Auftrieb, als der US-Dollarindex, der die amerikanische Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, um 0,23% auf 94,72 fiel.

Ein schwächerer Dollar kann in Dollar ausgepreiste Wertanlagen wie Gold für dollarfremde Käufer billiger machen.

Die Erwartungen steigender Zinsen werden wahrscheinlich auch in Zukunft Gegenwind für den Goldpreis bedeuten. Zinserhöhungen und steigende Renditen von US-Anleihen haben die Attraktivität von Gold gemindert, da dieses keine Auszahlungen abwirft. Zudem stützen sie für gewöhnlich den Kurs des Dollars.

Im weiteren Edelmetallhandel schnellte der Kurs von Silber für Dezember um 0,96% auf 14,77 USD die Feinunze hoch, während Platin für Januar sich um 1,57% auf 853,80 USD die Feinunze verteuerte.

Bei den Industriemetallen wurde Kupfer 0,73% teurer zu 2,821 USD das Pfund gehandelt.

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