EUR/USD schwach unterwegs - Inflationszahlen im Blick

Investing.com - Der EUR/USD testete im frühen europäischen Geschäft das Tief vom Freitag bei 1,1336 Dollar, konnte sich dann aber wieder etwas erholen. Als Belastungsfaktoren gelten weiterhin die schleppenden Brexit-Verhandlungen sowie der Etatstreit mit Italien und der starke US-Dollar.

Zuletzt handelte der EUR/USD auf 1,1352 Dollar und damit 0,07 Prozent im Plus.

Die Statistikbehörde Eurostat gab gestern bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum von Juli bis September um 0,2 Prozent gewachsen ist. Volkswirte hatten mit einem Wachstumsclip von 0,4 Prozent gerechnet. Die Jahresrate sank von 2,2 Prozent auf 1,7 Prozent. Darüber hinaus stagnierte in Italien das Wachstum, woraufhin sich der Spread zwischen deutschen Bundesanleihen und italienischen Staatsanleihen wieder ausweitete.

In den schwachen Wachstumszahlen wird sich die italienische Regierung in ihrem Defizitziel von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts voraussichtlich bestätigt sehen, um ein Abgleiten in eine Rezession zu verhindern.

Unterdessen stieg das US-Verbrauchervertrauen nach Lesart Conference Board mit 137,9 Punkten auf den höchsten Stand seit 16 Jahren. Der Present Situation Index verbesserte sich von 169,4 auf 172,8, während der Expectations Index von 112,5 im vergangenen Monat auf 114,6 im Oktober kletterte.'Der Expectations Index verzeichnete im Oktober einen weiteren Anstieg, was darauf hindeutet, dass die Verbraucher nicht davon ausgehen, dass die Wirtschaft in absehbarer Zeit an Fahrt verliert. Vielmehr erwarten sie, dass sich das starke Wachstumstempo bis Anfang 2019 fortsetzt', schrieb Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators beim Conference Board.

Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, stand gestern kurz vor einem Sprung über der Marke von 97 Punkten, konnte aber nicht genug Dynamik entwickeln und zog sich zurück auf 96,76 Punkte.

Heute im Fokus die vorläufigen Verbraucherpreise aus dem Euroraum. Volkswirte rechnen damit, dass die Kernrate auf 1 Prozent im Oktober steigt. Sollten die Zahlen enttäuschen, so könnte der EUR/USD die Jahrestiefs um 1,13 Dollar testen. Jenseits des Atlantiks stehen die Beschäftigungszahlen des privaten Dienstleisters ADP sowie der Chicago Einkaufsmanagerindex auf der Agenda.

Eine technische Lageeinschätzung zum EUR/USD finden Sie hier.

Geschrieben von Robert Zach

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