Dollar tiefer, Euro erholt dank Entspannungssignale im Italien-Streit

Investing.com - Der Dollar ist am Montag gegenüber den anderen Leitwährungen abgerutscht, während es mit dem Euro aufwärts ging, obwohl sich Italien darauf vorbereitet hat, dass sein Haushaltsvorschlag für 2019 von der Europäischen Union wegen Verstoßes gegen die Schuldenziele abgelehnt werden dürfte.

Der US-Dollarindex, der die Stärke der amerikanischen Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag gegen 09:50 MEZ um 0,10% tiefer auf 95,28.

Die Stimmung am Markt verbesserte sich, nachdem chinesische Aktien ihre stärkste Rallye in drei Jahren hingelegt hatten, da die Regierung versprochen hat, die Wirtschaft zu unterstützen, die von dem Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Aber die Investoren blieben vorsichtig, angesichts des laufenden Streits zwischen der italienischen Regierung und der EU über Roms Budgetentwurf für 2019, der von der Europäischen Kommission als noch nie dagewesener Bruch der EU-Haushaltsregeln verurteilt wurde.

Reuters berichtete am Sonntag, dass Rom damit rechnet, dass die Kommission am Dienstag eine Korrektur des Budgetplans fordern wird, aber die Regierung hat versprochen, an ihren Ausgabeplänen festzuhalten.

Die Ratingagentur Moody senkte am Freitagabend Italiens Kreditwürdigkeit wegen Sorgen über die geplante Erhöhung des Haushaltsdefizits des Landes, bewertete aber die neue Note als stabil, was bedeutet, dass keine weitere Herabstufung vor der Tür steht.

Der EUR/USD Kurs stieg um 0,23% auf 1,1540, da der Schritt von Moody’s die Ängste vor einer stärkeren Herabstufung schwinden ließ, die Anleihen des Landes in die Müllkategorie hätte drücken können.

Der Euro ist gegenüber dem Yen angestiegen, mit dem EUR/JPY Kurs um 0,42% höher auf 130,14.

Der Dollar verteuerte sich ebenfalls gegenüber dem Yen und der USD/JPY Kurs lag um 0,16% höher auf 112,72.

Das Pfund stand gegenüber dem Dollar kaum verändert, mit dem GBP/USD Kurs auf 1,3082, als die Verhandlungen zum Brexit weiter in der Sackgasse stecken wegen des britischen Widerstands gegen den EU-Vorschlag für die Landgrenze mit Nordirland.

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