Dollar auf Erholungskurs - sichere Anlagehäfen wieder gefragt

Investing.com - Der US-Dollar erholte sich am Dienstag gegen seine Rivalen, nachdem der tiefe Fall der US-Zinspapiere ins Stocken geraten war. Auftrieb gab dem Greenback die hohe Risikoaversion, nachdem US-Präsident Donald Trump mit seinen Tweets die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Handelskrieg anheizte.

Der U.S. Dollar Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen vergleicht, fiel um 0,11 Prozent auf 96,86, erholte sich aber von den Sitzungstiefs bei 96,31.

Trump sagte in einem seiner Tweets, er sei ein 'Zoll-Mann', was Anleger zurückschrecken ließ und die Euphorie über einen Handelsdeal mit China wieder verpuffen ließ. In der Folge flüchteten die Investoren scharenweise in die sicheren Anlagehäfen US-Dollar und US-Treasuries.

Fallende Anleihekurse wurden zuvor noch als Grund für den schwachen Greenback genannt aufgrund der Sorge vor einer Inversion der US-Zinskurve. So rentieren mittlerweile einige kurzfristige Renditen höher als langfristige. Unter Profis gilt dies als Anzeichen für eine bevorstehende Rezession.

Die zweijährigen stiegen über die fünfjährigen Zinspapiere in der Nacht von Montag auf Dienstag, und das zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt.

Der EUR/USD gab um 0,17 Prozent auf 1,1338 Dollar nach.

Der GBP/USD fiel um 0,02 Prozent auf 1,2722 Dollar. Zuvor wurde das Cable in der Spitze auf 1,2839 Dollar gehandelt, da ein EU-Generalstaatsanwalt sagte, dass der Brexit noch einseitig gestoppt werden könnte.

Der USD/CAD stieg um 0,45 Prozent auf 1,3256. Morgen im Fokus dann die zinspolitische Entscheidung der Bank of Canada. Volkswirte rechnen mit einem unveränderten Leitzins bei 1,75 Prozent.

Der USD/JPY gab um 0,91 Prozent auf 112,65 nach, da der Ausverkauf an der Wall Street den als sicheren Hafen bekannten japanischen Yen unterstützte.

Fehler
Nachricht: