Der Fed-Put ist tot - was bedeutet das für die Märkte?

Investing.com - Der US-amerikanische Hedgefonds-Manager David Alan Tepper, der 2009 der bestverdienende Hedgefonds-Manager aller Zeiten war, sagte auf CNBC, dass der so genannte Fed-Put, also das Sicherheitsnetz der Fed, das die Märkte in den letzten Jahren immer wieder aufgefangen hatte, tot ist.

Grund dafür war die gestrige Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell, der den Fed-Put als praktisch tot erklärte, so Tepper.

Darüber hinaus setze sich die globale Straffung der Geldpolitik weiter fort, sagte der Hedgefonds-Manager: 'Chinas Geldmengenwachstum brach zuletzt ein. Die EZB beendet ihr Anleihenkaufprogramm. Und die Fed befindet sich nach wie vor in einem Straffungszyklus'.

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Im kommenden Jahr werde es entweder Anleihen oder Aktien treffen, betonte Tepper.

Auch zum Handelskrieg hatte Tepper eine klare Meinung: 'Ich glaube, wir sollten uns mit China in unterschiedlichen Fragen streiten. Das ist aber nicht sonderlich förderlich für das Vertrauen' und könnte zu einer 'Schockstarre der Wirtschaftsaktivität' führen.

Einen Rat für diejenigen, die im kommenden Jahr ein Engagement in den Aktienmarkt planen, hat Tepper zum Abschluss auch noch parat: 'Cash ist nicht die schlechteste Idee'.

Grund dafür sei die Fed, die sich nicht dafür interessiert, ob der Aktienmarkt mal 400 Punkte (S&P 500) korrigiert.

'Solange sich der Ausverkauf am Aktienmarkt nicht auf die Realwirtschaft auswirkt, dürfte die Fed ihren Straffungszyklus fortsetzen', so Tepper.

Und Powell sagte ja gestern: 'Wir blicken nicht auf einzelne Märkte, sondern auf die allgemeinen finanziellen Bedingungen, die aus unserer Geldpolitik folgen.'

Mit Spannung blicken Marktteilnehmer nun der US-Eröffnung entgegen. Nach dem Erreichen neuer Jahrestiefs bewegen sich Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 auch vorbörslich moderat im Minus.

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