DAX weiter ohne klare Richtung

Investing.com - Das Hin und Her im Brexit und der Etatstreit zwischen Italien und der Europäischen Union lassen den Dax einfach nicht los. Selbst gute Vorgaben aus Übersee konnten den deutschen Leitindex am Freitag nicht beflügeln.

Der Dax handelte zuletzt auf 11.310 Punkte und verlor damit 0,40 Prozent, während der MDax, der mittelgroße deutsche Unternehmen umfasst, um 0,49 Prozent auf 23.642 Zähler abrutschte. Der SDax fiel um 0,52 Prozent auf 10.569,82 Zähler und der Technologie-Index TecDax gab um 0,14 Prozent auf 2.567 Zähler nach.

Die Wall Street profitierte gestern von Fake-News, wonach die USA die Zölle auf chinesische Waren ab Januar 2019 nicht auf 25 Prozent erhöhen werden. US-Handelsminister Wilbur Ross, der im Handelskrieg als zentrale Figur gilt, und US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer dementierten diese Meldung jedoch und betonten, dass Stand heute, die Zölle auf chinesische Einfuhrwahren im Januar auf 25 Prozent erhöht werden.

Der Dow Jones zeigte sich davon unbeeindruckt und schloss mit einem Plus von 0,83 Prozent auf 25.289 Punkten, während der marktbreitere S&P 500 um 1,06 Prozent auf 2.730,20 Zähler zulegte. Die Nasdaq 100 stieg sogar um 1,78 Prozent und schloss auf 6.890,45 Zähler. Im vorbörslichen Handel befinden sich aber alle drei Indizes deutlich im Minus.

Vor allem Technologieaktien standen vorbörslich unter Druck, nachdem Nvidia (NASDAQ:NVDA) gestern einen schwachen Geschäftsausblick für seine Grafikchips im Schlussquartal gab. Die Aktien von Nvidia kollabierten um 17 Prozent, während Apple (NASDAQ:AAPL) um 0,89 Prozent nachgab und Advanced Micro Devices (NASDAQ:AMD) (AMD) um 5 Prozent sank.

In Deutschland waren die Aktien der Deutschen Börse (DE:DB1Gn) gefragt. Die Papiere legten um 1,96 Prozent zu. Gestern beließ die Schweizer Großbank UBS (SIX:UBSG) ihre Einstufung für die Deutsche Börse auf 'Buy' mit einem Kursziel von 135 Euro.

Deutlich aufwärts ging es auch für die Versorger wie RWE (DE:RWEG) und E.ON (DE:EONGn). Beiden legten um 1,79 Prozent bzw. 1,35 Prozent zu. Wie E.ON am Freitag mitteilte, will der Energiekonzern in Schweden einen der größten Onshore-Windparks bauen, mit einer Leistung von 475 Megawatt. Aufwärts ging es auch für die Aktien der Deutschen Telekom (DE:DTEGn) und für Henkel (DE:HNKG_p).

Schwach unterwegs war die Bayer-Aktie (DE:BAYGN), die 2,25 Prozent nachgab. Grund dafür sei laut Börsianern ein weiterer Prozess um Schadensersatzansprüche aus der Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat des übernommenen Saatgutkonzerns Monsanto (NYSE:MON), schrieb dpa.

Unter Beschuss standen auch die Papiere von Infineon (DE:IFXGn), was auf die schwachen Geschäftsausblicke von Nvidia (NASDAQ:NVDA) und Applied Materials (NASDAQ:AMAT) zurückzuführen ist.

Geschrieben von Robert Zach

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