Chinesische Aktien schießen um über 4% nach oben, auf versprochene Unterstützung

Investing.com - Die Aktienkurse lagen in Asien am örtlichen Nachmittag zumeist höher, als chinesische Papiere ihre Gewinne ausweiteten und um mehr als 4% nach oben schossen, nachdem der Präsident des Landes, Xi Jinping, “felsenfeste” Unterstützung für den Privatsektor versprochen hatte.

Der Shanghai Composite und der Shenzhen Composite waren bis 07:28 MEZ um respektive 4,6% bzw. 5,4% nach oben geschossen.

Unter Angabe von Xis offenem Brief an Privatunternehmer berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag, dass der Präsident versprochen hat, die Entwicklung privater Unternehmen zu fördern, da dies die beständige Politik des Zentralkomitees der Partei ist. Xi stellte außerdem fest, dass “jegliche Worte und Taten, die die Privatwirtschaft ablehnen oder schwächen, falsch sind.”

Allerdings äußerten einige Analysten ihre Skepsis an der jüngsten Aktienrallye auf dem chinesischen Festland.

'Letztlich bestimmen die Fundamentaldaten immer noch den Markt,' sagte Vasu Menon, Vizepräsident der Vermögensverwaltung bei OCBC Bank dem US-Wirtschaftssender CNBC am Montagmorgen.

'Heute sehen sie eine Erholung, aber bedeutet das, dass die Märkte die Kurve gekriegt haben und weiter nach oben gehen? Ich bin mir nicht sicher. Ich denke das nicht,' sagte Menon.

Amtliche Daten hatten letzte Woche gezeigt, dass das BIP des Landes so langsam wie seit Anfang 2009 nicht mehr gestiegen ist.

Daneben berichtete Caixin am Montag unter Berufung auf einen Berater der chinesischen Zentralbank, dass die Steuersenkungen in China im nächsten Jahr das Äquivalent von mehr als einem Prozent des BIPs überschreiten könnten.

Chinas BIP betrug letztes Jahr auf insgesamt 82,7 Billionen Yuan oder 11,93 Billionen USD.

Der Hongkonger Hang Seng Index gewann 2,3% hinzu. Anteile von Standard Chartered (LON:STAN) PLC legten am Montag zu, trotz eines Berichts, dass die Gruppe Arbeitsplätze abbauen will, um die Kosten zu senken.

Die Financial Times berichtete am Freitag unter Berufung auf Quellen, dass die Bank Entlassungen zur Kostensenkung erwäge, da die Investoren wegen der Kursentwicklung ungeduldig würden. Der Plan könnte in diesem Monat bekanntgegeben werden, wenn die Bank ihr Ergebnis für das dritte Quartal veröffentlicht.

Die Quelle sagte auch, dass die Entlassung für die Abteilung Naher Osten und Afrika geplant sind, was zum Abgang von bis zu 300 Leuten führen könnte. Es wurde ebenfalls davon geredet, einen teilweisen Einstellungsstopp aufzulegen und die Reisekostenerstattungen zu beschränken.

Im Rest Asiens legten der japanische Nikkei 225 und der südkoreanische KOSPI um 0,4% bzw. 0,01% zu.

Der australische S&P/ASX 200 gab hingegen um 0,1% nach.

Unterdessen blieb Saudi-Arabien im Mittelpunkt, als der Außenminister des Landes Adel al-Jubeir am Sonntag die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi einen 'großen und schweren Fehler,' nannte, aber auch sagte, dass Kronprinz Mohammed nichts davon wusste und auch nicht verantwortlich sei.

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