Aktien - S&P 500 lässt Federn - Energietitel und Zinssorgen belasten

Investing.com - Der S&P schloss am Donnerstag im Minus, nachdem die Federal Reserve die Erwartung an eine Zinserhöhung im Dezember bestätigte. Gleichzeitig gerieten Energie- und Tech-Titel unter Beschuss, was den Gesamtmarkt nach unten zog.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average stieg um 0,04 Prozent, der marktbreitere S&P 500 sank um 0,29 Prozent, während der Technologie-Index Nasdaq Composite um 0,53 Prozent abschmierte.

Die Federal Reserve beließ den Leitzins erwartungsgemäß in einer Spanne von 2,00 Prozent bis 2,25 Prozent, bescheinigte aber der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt Stärke. Das ließ die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember ansteigen und nährte die Sorge der Anleger vor der Korrelation zwischen Aktien und Staatsanleihen, die sich allmählich ihrer Nulllinie nähert und damit den Risikoappetit der Anleger dämpfen könnte, was den Druck auf die Aktienkurse wieder erhöhen könnte.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte wieder nach Norden und befindet sich nun in Schlagdistanz zu den 11-Jahreshochs. Steigende Renditen sorgen aller Regel nach dafür, dass die Nachfrage nach Anleihen zunimmt und die für Aktien nachlässt.

'Wir gehen davon aus, dass sich das aktuelle Muster in Form von einer Zinserhöhung pro Quartal bis zum ersten Quartal des nächsten Jahres fortsetzen wird, bevor eine Verlangsamung des Wachstums und immer noch nur eine moderate Inflation es der Fed ermöglicht, das Tempo der Zinserhöhungen später im Jahr 2019 zu drosseln', sagte CIBC in einer Kundennotiz nach dem geldpolitischen Statement der Fed.

Vor dem geldpolitischen Begleittext der Fed gerieten die Aktienkurse unter Druck wegen der anhaltenden Schwäche bei Energietiteln, da die Ölpreise ihre Verluste ausbauten. Von den Jahreshochs verlor das schwarze Gold bereits 20 Prozent.

Unterdessen standen aber Tech-Werte unter Beschuss, weil die FAANG-Aktien ihre jüngste Rallye unterbrechen mussten. So gab Facebook gut 3 Prozent nach, weil der Social-Media-Gigant Berichten zufolge einer stärkeren Regulierung in Europa über seine europäischen Steuerregelungen ausgesetzt sein wird, berichtete Politico und nannte zwei mit der Sache vertraute Personen.

Aktien von Amazon.com (NASDAQ:AMZN), Apple (NASDAQ:AAPL), Netflix (NASDAQ:NFLX) und Alphabet (NASDAQ:GOOGL) schlossen alle im Minus.

Auch schwächer als erwartet ausgefallene Quartalszahlen belasteten den US-Aktienmarkt.

Qualcomm Incorporated (NASDAQ:QCOM) revidierte seinen Geschäftsausblick für das Schlussquartal nach unten, nachdem Apple nun die Chips von Intel (NASDAQ:INTC) in seine neuen iPhones einbaut. DR Horton (NYSE:DHI) kollabierte um 9 Prozent, nachdem deren Zahlenwerk die Anleger enttäuschte. Zudem warnte das Unternehmen vor einer Verlangsamung der Aufträge.

TripAdvisor Inc (NASDAQ:TRIP) zeigte indes eine gute Performance, nachdem das Gewinnwachstum stärker ausfiel als Analysten im Vorfeld geschätzt hatten. Die Aktie schoss um 15 Prozent nach oben.

Tesla Inc. (NASDAQ:TSLA) legte um 1 Prozent zu, nachdem Robyn Denholm als Vorsitzender bestellt wurde und damit Elon Musk beerben wird.

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